Endlich wieder Segeln!

Evangelische Kirchengemeinden St.-Georg und Bredenscheid-Sprockhövel sind erstmalig gemeinsam auf dem IJsselmeer und dem Markermeer unterwegs.

Endlich hieß es wieder Segel hissen für die Konfirmanden aus Hattingen-Innenstadt und Holthausen, aus Ober- und Niedersprockhövel und aus Bredenscheid.

Nach der pandemiebedingten Pause im letzten Jahr, war das Team um Pfarrerin Heike Rienermann und Pfarrer Frank Bottenberg höchst motiviert, mit den Konfis eine unvergessliche Woche zu erleben. Gemeinsam startete die große Flotte von 139 Personen am Montag, den 11. Oktober, im niederländischen Hafen Urk.

 

Sechs Boote verließen gegen 14 Uhr den Hafen zum gemeinsamen Segeltörn – darunter auch ein Boot schon Konfirmierter, die in diesem Jahr die Teamerschulung „PrimeTime“ absolvieren, erstmalig gemeindeübergreifend. Getragen wird das gemeinsame Projekt von den Jugendreferenten Julien Middelmann und Robin Breßgott.

 

Bei bestem Wetter segelte die Flotte von Urk, über Lemmer, nach Volendam, Hoorn und zum Trintelhaven. In fünf Tagen lernten die Jugendlichen die Segel zu setzen, aufwendige Manöver zu fahren und die Seile richtig zu befestigen. Dabei erreichte die Flotte Geschwindigkeiten von bis zu zehn Knoten! Neben der Arbeit an Deck prägte auch das gemeinsame Leben unter Deck (mit Kochen, Putzen, Konfistunden, Andachten, Spielen und Gesprächen) das Zusammensein und machte in kürzester Zeit aus einzelnen Jugendlichen eine Gruppe.

 

Corona war an Bord natürlich auch ein Thema, denn die Boote sind eng, Abstandhalten ist unmöglich. Deshalb setzten die Verantwortlichen auf die drei „Gs“. Zweimal wurde an Bord getestet, Kontakte nach außen wurden weitestgehend vermieden, was den Teilnehmenden innerhalb der Flotte einen ungezwungenen Umgang miteinander ermöglichte. So viel Nähe auf engem Raum war eine ungewohnte, aber für alle eine sehr wohltuende Erfahrung!

 

KonfiCamps leben vom Wechsel zwischen kuscheliger Kleingruppe und großen Aktionen mit allen gemeinsam, wie dem Stationenlauf am Mittwoch im Park von Hoorn. Und sicherlich wird auch der letzte Abend als „Mega-Event“ (Zitat eines Konfirmanden) in Erinnerung bleiben: Zunächst wurde mit der gesamten Flotte das Wort „SEGELN“ dargestellt und per Drohne aus der Luft aufgenommen. Anschließend freuten sich die Konfis auf das abwechslungsreiche Programm auf den Schiffen: Von einem Casino über Brettspiele, Mario Kart, Karaoke, JustDance, einer Cocktail-Bar und sogar einer Open-Air-Disco war für jeden etwas dabei. Beendet wurde der Abend mit Gitarrenmusik am Lagerfeuer.

 

Am Freitag ging es dann zurück zum Starthafen Urk – für die meisten Jugendlichen und das Team war die Zeit viel zu schnell vergangen! Aber schon am Dienstag nach den Ferien gibt es ein Wiedersehen, denn in den Gemeindehäusern geht die Konfirmandenarbeit nun zu Hause weiter, sicherlich auch hin- und wieder mit gemeinsamen Treffen und Kooperationen...

 

Patrizia Ditges und Evelina Scharf